Geckos – ein kleiner Steckbrief

Geckos sind ohne Frage faszinierende Tiere. Obwohl sie in Deutschland als Haustiere immer beliebter werden, genießen Geckos auch heute noch so etwas wie einen Exotenstatus. Der folgende kleine Steckbrief soll die interessanten Reptilien ein wenig vorstellen.

Herkunft

Geckos haben eine beeindruckende Anpassungsfähigkeit. Deswegen gibt es keine bestimmte Region auf der Welt, in der sie ausschließlich vertreten sind. Man findet Geckos sowohl in Regionen mit gemäßigtem Klima als auch in der Wüste oder in den Tropen.

Sozialverhalten

In freier Natur leben die meisten Geckoarten in lockeren Verbänden zusammen. Einige Arten sind jedoch auch strikte Einzelgänger, bei denen sich Männchen und Weibchen lediglich zur Paarung zusammenfinden. In der Heimtierhaltung werden Geckos meist in Gruppen von zwei oder mehr Tieren je Terrarium gehalten.

Wenn man aber mehrere Geckos in verschiedenen Terrarien hält, kann man die Kommunikation zwischen den Tieren sehr gut beobachten. Wenn sich in einem abgegrenzten Territorium andere Artgenossen befinden, begrüßen sich die Geckos, drohen sich oder stoßen Balzlaute aus.

Körperbau

Da es verschiedene Geckoarten gibt, ist auch der Körperbau der Tiere zum Teil recht unterschiedlich. Zusammengefasst erreichen die jeweiligen Arten eine Länge von ca. 4 bis zu 60 cm. Für die Heimtierhaltung eignen sich aber vor allem die kleineren Geckoarten, denn sie benötigen weniger Platz.

Ein besonders Merkmal bei Geckos sind die Füße, denn viele Arten haben Haftlamellen, mit denen sie sich an sehr glatten Gegenständen festhalten oder darauf laufen und klettern können. Andere Arten hingegen haben Zwischenhäute an den Zehen und können über Sand laufen.

Lebenserwartung

In der Regel werden Geckos etwa 8 bis 15 Jahre alt, es gibt aber auch Ausnahmen. Der Leopardgecko kann zum Beispiel 25 Jahre alt werden. Prinzipiell kann man schon an der Größe der Geckoart erkennen, ob das Tier eine höhere Lebensdauer erreichen kann. Denn es gilt: Je kleiner ein Gecko ist, desto kürzer ist seine Lebenserwartung.

Werden Geckos als Haustiere gehalten, ist die Lebenserwartung in erster Linie von den Haltungsbedingungen abhängig. Eine nicht-artgerechte Haltung führt meist zum frühzeitigen Tod der Tiere.

Geschlechtsreife

Die Geschlechtsreife beginnt bei Geckos üblicherweise mit 12-18 Monaten, wobei es aber auch hier von Art zu Art Unterschiede geben kann. Wenn Geckos ein Überangebot an Nahrung vorfinden, können die Weibchen die Geschlechtsreife auch schon erreichen bevor ihre körperliche Entwicklung abgeschlossen ist. Eine solche Entwicklung kann für den Gecko aber fatale Folgen haben.

Tragzeit

Was die Tragzeit anbelangt, so ist diese ebenfalls von Art zu Art verschieden. Allgemein kann man aber sagen, dass Geckos ungefähr eine Tragzeit von 45 bis 60 Tagen haben. Je nachdem wie hoch die Umgebungstemperatur ist, kann es bis zu 80 Tage dauern, bis der Schlupf erfolgt. Bei idealen Bedingungen sind es hingegen nur etwa 50 Tage.

Nahrung

Damit Geckos gesund bleiben, sind sie auf eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Fütterung angewiesen. Es gibt sowohl Fleischfresser, als auch Pflanzenfresser, Allesfresser und Aasfresser unter den Geckos. Zur Ernährung können also Insekten ebenso zählen wie Schnecken, Grünfutter und sogar kleinere Säugetiere.

Minimaler Platzbedarf

Bevor man festlegen kann, wie groß das Terrarium werden soll, muss man wissen, um welche Geckoart es sich handelt und wie viele Tiere man zusammen halten möchte. Grundsätzlich richtet sich der Platzbedarf nach der Körpergröße der ausgewachsenen Tiere.

Kleinere Geckoarten benötigen somit weniger Platz als größere. In der Heimtierhaltung von zwei Geckos in einem Terrarium geht man von einem minimalen Platzbedarf von etwa 100 cm x 75 cm x 50 cm aus. Mit jedem weiteren Tier erhöht sich der Platzbedarf um weitere 50%.

Häufige Fragen zu Geckos

Zum Thema Geckos gibt es Fragen, die immer wieder gerne gestellt werden. Einige davon möchten wir hier beantworten.

Warum können Geckos an glatten Oberflächen haften und somit z.B. an Wänden hochklettern?

Das Geheimnis der Kletterkunst vieler Geckoarten liegt in den besonderen Füßen begründet. Geckos besitzen an ihren Fußsohlen nämlich Millionen von feinen Härchen. Diese Härchen sind so dünn, dass selbst ein menschliches Haar hunderte Male dicker ist. Mit Hilfe dieser in der Natur einmaligen Härchen findet der Gecko selbst an den glattesten Oberflächen Halt. Das kommt daher, dass auf molekularer Ebene zwischen jedem der winzigen Härchen und der Oberfläche eine schwache elektrostatische Kraft wirkt. Bei einem Härchen allein ist diese Anziehungskraft fast vernachlässigbar, aber die große Anzahl der Härchen sorgt in der Summe dafür, dass Geckos fast überall haften können.

Wie kommunizieren Geckos? Geben sie Laute von sich?

In der Tat kommunizieren die meisten Geckoarten auch mit Hilfe einer eigenen Lautsprache miteinander. Es gibt also durchaus typische Rufe, anhand denen man bestimmte Geckoarten eindeutig identifizieren kann (z.B. den Tokee). Je nach Art sind Häufigkeit und Lautstärke der Rufe unterschiedlich. Und selbst innerhalb einer Art gibt es von Tier zu Tier individuelle Unterschiede.

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