Geckos: Krankheiten, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Geckos sind eigentlich relativ robuste Tiere, die nicht so schnell von Krankheiten betroffen werden. Dennoch sollte man seine Geckos regelmäßig kontrollieren, um eventuelle Erkrankungen schnell festzustellen und dann behandeln zu können. In diesem Artikel soll es deshalb um häufige Gecko-Krankheiten, ihre Symptome und die Behandlung gehen.

Häufige Gecko-Krankheiten und ihre Symptome

Es gibt zahlreiche Krankheiten, an denen Geckos erkranken können. Im folgenden Abschnitt haben wir die häufigsten Krankheiten aufgelistet und beschrieben.

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Verfettung

Bekommen Geckos die falsche Fütterung oder ein Überangebot an Nahrung, kann es schnell zu Übergewicht kommen. Eine Verfettung kann für den Gecko sogar tödlich enden. Sobald eine Verfettung festgestellt wird, hilft nur, die Futtermenge beziehungsweise das Futter entsprechend anzupassen.

Häutungsprobleme

Bei einer zu trockenen Haltung kann der Gecko Häutungsprobleme bekommen. Indem man die Luftfeuchtigkeit im Terrarium erhöht, kann man das Problem aber relativ schnell in den Griff bekommen. Als Halter sollte man darauf achten, dass sich Geckos vor allem im Bereich der Zehen gut häuten. Wenn dies nicht passiert, können sich die Zehen abschnüren und dann absterben. Keine Probleme bei der Häutung gibt es dann, wenn sich zwei Tage danach keine alte Haut mehr am Gecko befindet. Ansonsten sollte man den Gecko in lauwarmem Wasser baden und die Hautreste selbst entfernen.

Milbenbefall

Wem auffällt, dass sich zwischen den Schuppen (vorwiegend im Bereich der Augen, Ohren und Achseln) rote, ein bis zwei Millimeter große Milben befinden, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann einem ein Mittel gegen Milben verschreiben. Wichtig ist dann, nicht nur den Gecko, sondern auch seine Einrichtungsgegenstände zu behandeln. Entstehen können Milben durch Tiere aus dem Zoohandel, Einrichtungsgegenstände aus der Natur, Futter oder schlechte Haltung.

Würmer

Meistens werden Würmer über das Futter oder neue Tiere weitergegeben. Im Kot lassen sie sich relativ schnell entdecken. Die Heilungschancen sind hier sehr gut. Vom Tierarzt bekommt man ein Mittel verschrieben, außerdem muss man das Terrarium und die Einrichtungsgegenstände reinigen und gut desinfizieren.

Kleine Wunden

Normalerweise können Hautverletzungen beim Gecko von selbst wieder abheilen. Als Halter muss man aber darauf achten, dass sich kein Dreck in der Wunde einnistet. Die Heilung unterstützen kann ein dünnes Bestreichen der Wunde mit Bepanthen. Wenn eine Wunde aber schon länger besteht und nicht abheilen will, sollte ebenso ein Tierarzt aufgesucht werden wie bei großen Wunden.

Bakterien

Durch eine Kotprobe kann ein Bakterienfall sehr schnell nachgewiesen werden. Der Tierarzt untersucht die Probe im Labor und macht anschließend einen Behandlungsvorschlag.

Verdauungsprobleme

Verdauungsprobleme beim Gecko sind meistens auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen. Wenn es zu Durchfall oder Erbrechen kommt, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Hat der Gecko Sand gefressen, hilft in der Regel schon ein Bad in lauwarmem Wasser und eine leichte Bauchmassage.

Mangelerscheinungen

Wird der Gecko unzureichend mit Vitaminen oder Kalzium versorgt, können Mangelerscheinungen, wie zum Beispiel Rachitis, auftreten. In diesem Fall sollte man die Ursache ausfindig machen und beseitigen. Wenn man dies nicht tut, können sich die Knochen des Geckos verformen, besonders dann, wenn er sich noch im Wachstum befindet. Am besten ist, man bestäubt Futtertiere ein Mal in der Woche mit einem Vitamin- und Kalziumpulver und gibt dem Gecko eine zerkleinerte Sepaischale in einer Schüssel ins Terrarium.

Der beste Schutz: Krankheiten vermeiden

Die beste Möglichkeit, Krankheiten gar nicht erst aufkommen zu lassen, besteht darin, dem Gecko eine artgerechte Haltung zukommen zu lassen. Leider gibt es nur wenig Tierärzte, die sich wirklich mit Geckos auskennen und entsprechend schwierig gestaltet sich manchmal eine Behandlung. Am besten ist deswegen, man informiert sich vorher darüber, wie man einen Gecko artgerecht halten kann, denn so kann man viele Probleme vermeiden.

Wichtig ist auch die richtige Fütterung. Ein großes Problem stellt dabei die Verfettung dar, welche durch zu viel Futter entstehen kann. Auch wenn man es nur gut mit seinem Gecko meint, sollte man diesem auf keinen Fall zu viel Futter geben, denn dies kann tödlich sein, da der Gecko selbst nicht richtig einschätzen kann, wie viel Nahrung er benötigt. Einen wohl genährten Gecko kann man am Schwanz erkennen, denn dort befinden sich die Fettspeicher.

Geckos sollten nach Möglichkeit nur von seriösen Züchtern gekauft werden. Einen solchen erkennt man daran, dass er Ahnung von Geckos hat und die Tiere artgerecht gehalten werden. Bei einem ersten Besuch sollte man beobachten, ob die Geckos einen ordentlichen Gesamtzustand machen und wie die Geckos in den Terrarien untergebracht sind.

Wer seinen Gecko regelmäßig einer Gesundheitskontrolle unterzieht oder diesen aufmerksam beobachtet, bemerkt sofort Verhaltensänderungen und kann entsprechend schnell eingreifen.

Geckos, die krank sind, sollten sofort in Quarantäne gesetzt werden, um nicht die anderen Tiere anstecken zu können. Vor allem Kryptosporidien sind gefährlich, denn sie sind leicht übertragbar und bedeuten für erkrankte Geckos den Tod.

Der Besuch beim Tierarzt

Viele fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, bei Verhaltensauffälligkeiten mit dem Gecko zum Tierarzt zu gehen. Diese Frage kann einem aber niemand mit absoluter Zuverlässigkeit beantworten, denn keiner kennt den Gecko so gut wie der Halter selbst.

Es wäre verkehrt, bei jeder kleinen Veränderung gleich zum Tierarzt zu rennen, denn dies bedeutet Stress für das kleine Tier. Ebenso fatal kann es aber sein, wenn man bei größeren Auffälligkeiten nicht zum Tierarzt geht. Wer seinen Gecko gut kennt, merkt meist, wann ärztlicher Rat notwendig ist.

Sofern es notwendig ist, mit dem Gecko zum Tierarzt zu gehen, sollte man sich vorher darüber informieren, welcher Tierarzt sich mit Reptilien auskennt. Am besten ist, man ruft vorher an und fragt nach. Für den Transport zum Tierarzt sollte man es seinem Gecko dann so bequem wie möglich machen.

Neue Tiere – Krankheitsüberträger?

Neue Tiere, die zu anderen Geckos in das Terrarium kommen, sollten grundsätzlich erst einmal unter Quarantäne gestellt werden. Da man nie weiß, ob andere Geckos irgendeine Krankheit haben, ist dies notwendig, um die anderen Tiere nicht anzustecken.

Um zu verhindern, dass neue Geckos zu Krankheitsüberträgern werden, sollte man sie mindestens drei Monate einzeln halten. Erst dann, wenn man anschließend zwei negative Kotproben genommen hat und bei den Geckos ein normales Verhalten beobachtet werden kann, sollten sie eingegliedert werden. Während der Quarantäne sollten Hygienemaßnahmen befolgt werden, nicht dass man noch selbst zum Überträger einer Krankheit wird.

Wichtige Fragen zum Thema Gecko-Krankheiten

In diesem Abschnitt haben wir einige der häufig gestellten Fragen zum Thema Symptome und Erkrankungen bei Geckos zusammengestellt und beantwortet.

Was sind die häufigsten Krankheiten bei Geckos?

Geckos sind am häufigsten von Parasitenbefall, Atemwegserkrankungen, Verdauungsproblemen, Hautinfektionen, Stoffwechselerkrankungen oder Legenot betroffen. Ebenfalls recht häufig erkranken Geckos aufgrund von Haltungsfehlern. Übergewicht, Mangelerscheinungen und Dehydration sind häufig die Folge. Ebenso häufig kommt es zu Verbrennungen im Zusammenhang mit (zum Teil ungeeigneter) Terrarien-Technik.

Was sind die häufigsten Ursachen für Gecko-Krankheiten?

Oftmals werden Krankheiten bei Geckos durch schlechte Haltungsbedingungen begünstigt oder sogar direkt verursacht. Hierzu zählen eine falsche Ernährung, Mängel bei der Hygiene, falsche klimatische Bedingungen im Terrarium oder auch Stress. All dies kann zu einem geschwächten Immunsystem führen, was bakterielle oder virale Infektionen begünstigt. Auch ein Parasitenbefall ist häufig die Ursache, warum Geckos krank werden.

Wie erkenne ich ob mein Gecko krank ist?

Anzeichen einer Krankheit können Appetitlosigkeit, verminderte Aktivität, Atemprobleme, Veränderungen im Stuhlgang, Hautverfärbungen oder -verletzungen und untypisches Verhalten sein. In der Regel kennen Halter ihrer Lieblinge ziemlich gut und stellen somit oft recht schnell fest, wenn etwas nicht stimmt.

Was kann ich tun, wenn mein Gecko krank ist?

Wenn der Verdacht besteht, dass der Gecko krank ist, sollte das Tier zunächst einmal von eventuellen Artgenossen isoliert werden. Dadurch kann die Ausbreitung der Krankheit auf die Mitbewohner oftmals verhindert werden. Im Anschluss sollte man sich auf einen Tierarztbesuch vorbereiten, indem man erst einmal einen auf Reptilien spezialisierten Tierarzt heraussucht. Dies spart im Fall der Fälle wertvolle Zeit.

Wann sollte ich mit meinem Gecko zum Tierarzt?

Da die Tiere nicht sprechen können, können Geckos leider auch nicht sagen, wenn ihnen etwas fehlt. Aufmerksame Halter kennen ihr Haustier im allgemeinen am besten und merken deshalb oft auch relativ schnell, wenn etwas nicht stimmt. Sobald man Anzeichen einer Erkrankung feststellt oder sich nicht sicher ist, sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Denn in der Regel gilt: je schneller eine Krankheit behandelt wird, desto besser ist auch die Prognose für die Tiere. Im Zweifelsfall sollte man deshalb nicht zu lange warten.

Welche Krankheiten kann ein Gecko übertragen?

Geckos können zahlreiche Krankheiten auf den Menschen übertragen. Zu den wichtigsten zählen bakterielle Infektionen wie Salmonellen, Kryptosporidiose, Campylobacter-Enteritis, Mykobakeriose oder Q-Fieber. Auch Parasiten (Würmer, Milben, Einzeller, etc.) können von Geckos auf den Menschen übertragen werden und Krankheiten wie Giardiasis, Pentastomiasis oder Spulwurmbefall hervorrufen.

Wie kann ich meinen Gecko vor Krankheiten schützen?

Da Erkrankungen bei Geckos oftmals eine Folge von Haltungsfehlern sind, hat man als Halter auch einen sehr großen Einfluss auf die Gesundheit seiner Lieblinge. Eine artgerechte Haltung inklusive einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Reinigung des Terrariums sind die beste Präventivmaßnahme gegen Gecko-Krankheiten. Regelmäßige Gesundheitschecks durch den Halter und Untersuchungen durch einen Tierarzt sorgen zudem dafür, dass im Krankheiten im Fall der Fälle frühzeitig entdeckt werden.