Gecko – Ernährung

Für Geckos die geeignete Ernährung zusammenzustellen fällt gerade Anfängern und Neulingen, die sich gerade erst für die Gecko Haltung zu interessieren beginnen, schwer. Trotzdem oder gerade deswegen ist es wichtig, einige grundlegende Regeln der Ernährung zu beachten. Denn ein Gecko selbst hat in der Regel kein Gespür dafür, wie viel Essen ihm gut tut. Diese Aufgabe muss also der Halter übernehmen.

Auf dem Speiseplan des Geckos sollten idealerweise kleine Insekten, wie zum Beispiel Heuschrecken und Grillen, stehen. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel sind sehr wichtig, um eine einseitige Ernährung beim Gecko zu verhindern.

Nahrungsergänzungsmittel wirklich notwendig?

Oft liest man im Zusammenhang mit Geckos und Ernährung, dass diese Nahrungsergänzungsmittel benötigen, da sonst die Gefahr einer einseitigen Ernährung besteht und dadurch Krankheiten begünstigt werden könnten. Im Zoofachhandel gibt es zahlreiche Präparate, doch längst nicht jedes eignet sich auch zur Ernährung.

Viele bestäuben die Insekten mit einer Vitamin-Kalk-Mischung, bevor sie diese ihren Geckos verfüttern. Dies ist allerdings nicht die einzige Maßnahme, die zur Gesundhaltung des Gecko beitragen kann. Je nachdem, welche Gecko Unterart man Zuhause hält, können auch Obstbrei und Gemüse eine sinnvolle Nahrungsergänzung sein. Im Handel gibt es sogar speziellen Gecko-Honig.

Wasser – Quell des Lebens

Wasser sollte Geckos immer und überall zur Verfügung stehen, denn in ihm sind wichtige Mineralien enthalten, die der Gecko zum Überleben benötigt. Stellt sich nur noch die Frage, wie man dieses seinem Gecko anbieten möchte. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, einen kleinen Wasserfall in das Terrarium zu bauen. Hier ist aber die Gefahr groß, dass sich Keime bilden. Besser wäre es, das Gehege mehrmals in der Woche mit Wasser zu besprühen, welches der Gecko dann ablecken kann. Alternativ kann man auch Wasserschalen in das Terrarium stellen, doch manche Geckos trinken daraus nicht. Man muss also beobachten, ob sich der Gecko mit dieser Variante anfreunden kann und sich danach richten.

Am besten ist es, wenn man nach dem Abschalten der Beleuchtung ein wenig Wasser in das Terrarium sprüht. So erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und macht das Klima für den Gecko angenehmer. Außerdem hat er so auch Wasser zum Trinken zur Verfügung.

Verfettung ausgeschlossen?!

Die häufigste Todesursache bei Geckos ist eine Verfettung, die immer der Mensch zu verantworten hat. Deswegen ist es wichtig, sich vor der Anschaffung eines Geckos ausreichend mit der Ernährung des Tieres auseinander zu setzen. Eine Verfettung kommt nämlich nicht nur dadurch zustande, dass man dem Gecko die falsche Nahrung zuführt, sondern auch durch die Tatsache, dass man es zu gut meint und den Gecko mit mehr Nahrung versorgt als dieser eigentlich benötigt.

Ausgewachsene Tiere sollte man etwa 3 bis 4 mal in der Woche füttern, Jungtiere hingegen benötigen in ihrem ersten Lebensjahr jeden Tag Nahrung. Später kann man auch mal eine kurze Futterpause bei Jungtieren einlegen. Wie groß die Essensmenge sein sollte, hängt von der Größe des Geckos ab. Viele richten sich danach, dass die Futtertiere niemals größer sein sollten als der Kopf des Geckos breit ist. Würmer sind von dieser Regelung aber ausgeschlossen.

Bei einer Fütterung sollte der Gecko je nach Art und Größe der Futtertiere etwa 4 Grillen bekommen. Um sicherzugehen, dass man bei der Ernährung alles richtig macht, sollte man einen Blick auf die Fettspeicher im Schwanz des Geckos werfen. Dieser sollte weder zu dick, noch zu dünn sein.

Kleine Leckereien

Manche Geckos freuen sich über Honig, Marmelade oder Früchtebrei und scheinen wahre Leckermäuler zu sein. Doch zu viel von Bananenbrei und anderem Süßem ist nicht gut für Geckos und kann schnell dazu führen, dass sie Übergewicht bekommen. Deswegen sollten solche Leckereien auf keinen Fall öfters als 2 Mal die Woche auf dem Speiseplan stehen.

Futtertiere – Selbst für Nachschub sorgen?

Verfüttert werden darf eigentlich jede Art von Insekten – Grillen, Stubenfliegen, Motten, Wachsmaden- und Wachsmotten eingeschlossen. Manchmal wird einem im Zoohandel weiter geholfen, doch es ist ganz schön umständlich, wenn man mehrmals die Woche für Nachschub sorgen muss.

Es bietet sich also an, Heimchen, Grillen und andere Futtertiere Zuhause selbst zu züchten. Dabei gilt, dass man den Futtertieren nur gutes Essen geben sollte, denn schließlich wird das, was die Insekten gegessen haben, hinterher auch im Magen des Geckos landen.

Zwar gibt es auch Vibrationsfutterstationen, welche den Geckos simulieren, dass das Futter noch lebt, doch darauf sollte man nicht vertrauen. Meistens bemerken die Geckos den Schwindel und fressen die toten Tiere nicht. Außerdem gehen dadurch, dass die Insekten erst tot gegessen werden, viele Inhaltsstoffe, die für das Überleben des Geckos wichtig sind, verloren und der Jagdinstinkt kann nicht befriedigt werden.

Wem der Gedanke daran, mit Heimchen und Maden in einem Haus zu wohnen, zuwider ist, der kann die Futtertiere auch im Keller oder einem Schuppen unterbringen. Man sollte dann aber aufpassen, dass diese nirgends entwischen können, denn es kann sehr nervig sein, wenn es hinterher in der ganzen Wohnung zirpt.

Vor- und Nachteile verschiedener Futtertiere

Nicht jedes Futtertier ist einfach zu züchten. Vor allem der Geräuschpegel kann manchen Gecko Halter in den Wahnsinn treiben. Deswegen hier eine kleine Auflistung von möglichen Futtertieren mit ihren Vor- und Nachteilen.

Steppengrillen: Günstig in der Anschaffung, leicht zu halten, können einfach mit Vitamin-Mineral-Puder bestäubt werden, das Zirpen kann einen allerdings nerven.

Heimchen: Günstig in der Anschaffung, können leicht gehalten werden, für den Gecko leicht verdaulich und können gut mit Vitamin-Mineral-Puder bestäubt werden. Allerdings zirpen erwachsene Tiere ziemlich laut, außerdem können Heimchen leicht entwischen.

Mittelmeer-Grillen: Können günstig gekauft und gezüchtet und unkompliziert mit Vitamin-Mineral-Puder bestäubt werden. Nachteile sind aber das sehr laute Gezirpe und der unangenehme Geruch.

Wanderheuschrecken: Besitzen viel Protein und geben keine Geräusche von sich, werden von Geckos gerne gejagt. Die Zucht ist aber teuer, denn die Heuschrecken brauchen zur Vermehrung viel Futter.

Schaben: Gut zu halten und günstig, werden vom Gecko gerne gejagt, verstreuen keinen unangenehmen Geruch oder Geräusche. Schaben können aber sehr schnell entwischen, deswegen sollte man sie dem Gecko nur in einem Glasbehälter ohne Versteckmöglichkeiten anbieten.

Maikäferlarven: Maikäferlarven sind günstig in der Zucht und eignen sich auch für Anfänger. Ebenso von Vorteil ist, dass sie keine Geräusche machen und gut mit Vitamin-Mineral-Puder bestäubt werden können. Allerdings sind sie sehr fetthaltig und damit schwer verdaulich, zudem verstreuen sie einen unangenehmen Geruch.

Sepiaschalen – wichtiger Kalk-Lieferant

Wer möchte, dass es seinem Gecko gut geht, der sollte ihm ab und an auch eine zerriebene Sepia-Schale in das Terrarium streuen. Diese können den Kalk-Bedarf der Geckos bestens decken. Insbesondere während der Fortpflanzungszeit sollte man darauf nicht verzichten.

Jäger und Sammler?

Geckos lieben es, ihrer Beute hinterher zu jagen. Deswegen sollte man nur lebendige Insekten und Kleintiere verfüttern. So wird der Jagdinstinkt der Geckos befriedigt und das Bewegungspensum der Tiere kommt nicht zu kurz.

Je nachdem, ob man einen tag- oder einen nachtaktiven Gecko hält, sollte man sich, was die Fütterungszeiten betrifft, nach dem Tier richten. Nachtaktive Tiere sollten deswegen am besten abends gefüttert werden, damit der natürliche Tagesrhythmus eingehalten werden kann.

Es gibt aber auch Geckos, die reine Pflanzen- oder Aasfresser sind. In diesem Fall wird auf die Fütterung von Insekten und anderen Tieren verzichtet beziehungsweise beim Aasfresser dürfen Insekten nur tot verfüttert werden.

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