Geckos züchten

Geckos züchten ist ein Thema, das bei vielen Gecko Haltern zahlreiche Fragen aufwirft. Viele wissen zum Beispiel nicht, wann Geckos geschlechtsreif sind oder wie sie den Gecko bei der Zucht und beim Nachwuchs unterstützen können. Wir möchten versuchen, Unklarheiten aus dem Weg zu räumen und bieten euch umfangreiche Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wann setzt die Geschlechtsreife ein?

Normalerweise sind Geckos mit etwa einem Jahr geschlechtsreif. Allerdings sollte man sich darauf nicht immer verlassen. Geckos, die gut genährt sind, können schon geschlechtsreif sein, bevor ihre körperliche Entwicklung abgeschlossen ist.

Viele sagen auch, dass man Geckos bereits ab einem Gewicht von 50 Gramm verpaaren kann. Hintergrund dabei ist, dass Geckos in Gefangenschaft mehr essen, weil sie es bei der Jagd nach den Futtertieren einfacher haben und keine Feinde abwehren müssen.

Männliche Geckos – Lustmolche?

Es kommt von ganz alleine zur Eiablage, wenn man ein Männchen mit weiblichen Geckos zusammenhält. Jedes Weibchen legt dann je Gelege etwa zwei Eier, im Jahr kann es 3 bis 6-mal zu einem Gelege je Weibchen kommen. Damit der männliche Gecko seinem sexuellen Drang nachgehen kann, sollte man ihn mit mindestens zwei Weibchen zusammenhalten. Ein einzelnes Weibchen wäre mit den sexuellen Bedürfnissen des männlichen Geckos schnell überfordert.

Die Paarung

Die Paarung ist bei Geckos sehr aggressiv und vor allem für weibliche Geckos mit Stress verbunden. Während des Geschlechtsakts wird das Weibchen vom Männchen in den Nacken gebissen und so festgehalten. Gut ist, wenn man zwei Weibchen mit einem Gecko zusammenhält, denn dann teilt der männliche Gecko seine Aufmerksamkeit auf und das sexuelle Interesse betrifft nicht nur eine Gecko-Dame.

Die Schwangerschaft

Wenn das Weibchen befruchtet wurde, kann man dies daran erkennen, dass der Gecko an Körperumfang zulegt. Nach ungefähr zwei bis drei Wochen kann man die Eier beim Gecko bereits im Bauch erkennen.

In der Tragzeit muss vor allem den weiblichen Geckos ein breites Spektrum an Futtertieren zur Verfügung stehen. Sie benötigen nicht nur eine größere Menge an Nahrung, sondern auch zerriebene Sepia-Schalen und Mineralien.

Was kann ich selbst tun?

Während der Schwangerschaft kann es sein, dass der weibliche Gecko mehr Nahrung benötigt – wie beim Menschen auch. Einige Tage vor der Eiablage kann es aber auch vorkommen, dass der Gecko das Essen komplett einstellt. Dies ist aber vollkommen normal und man sollte sich keine Sorgen machen.

Damit der Gecko die Eier in Ruhe legen kann, muss man im Terrarium einen geeigneten Ablageplatz schaffen. Entweder kann man dafür einige Stellen im Terrarium aussuchen, die man besonders feucht hält oder aber man entscheidet sich dafür, eine kleine Plastikbox ins Terrarium zu stellen, in der sich ein feuchtes Substrat befindet.

Nachdem das Weibchen die Eier abgelegt hat, sollte man diese dann so schnell wie möglich in ein Brutgerät, den so genannten Inkubator, legen. Wegen der zu geringen Luftfeuchtigkeit können die Gecko Babys im Terrarium weniger gut schlüpfen. Außerdem sind viele Geckos kannibalisch veranlagt und man würde das Leben der Babys riskieren, wenn man diese bei den Eltern im Terrarium lassen würde.

Ganz wichtig ist, dass man mit den Gecko Eiern sorgsam umgeht und diese 24 Stunden nach der Eiablage nicht mehr dreht, da sonst das Baby absterben würde. Um Gecko Nachwuchs zu sehen, benötigt man einiges an Geduld, denn erst nach 50 bis 60 Tagen schlüpfen die Jungtiere. Während dieser Zeit sollte man öfters die Temperatur im Inkubator überprüfen. Idealerweise liegt diese zwischen 27 und 28 Grad.

Aufzucht der Jungtiere

Die Jungtiere sind etwa 6 bis 7 cm groß, nachdem sie geschlüpft sind. In den ersten 3 bis 7 Tagen ernähren sie sich noch vom Dotter, der sich im Ei befindet. Man muss also erst nach etwa einer Woche für die Fütterung sorgen. Wann das so weit ist, kann man relativ gut beobachten. Sobald sich die Gecko Babys zum ersten mal gehäutet haben, können sie Nahrung zu sich nehmen.

Dann muss man die Gecko Babys in einem separaten Aufzuchtbecken unterbringen. Dieses sollte Maße von etwa 40x20x20 (LxBxH) haben, nach ungefähr zwei bis drei Wochen sollte man die Jungtiere dann in ein etwas größeres Aufzuchtbecken umsiedeln. Neben einer Höhle und einer Wasserschale sollte sich in diesem Becken nichts befinden, sonst haben es die kleinen Geckos schwer, ihre Beute zu fangen.

Wenn die Gecko Babys noch sehr jung sind, sollten sie nur kleine Futtertiere mit einer Größe von 2-8 mm verfüttert bekommen. Während der ersten Lebenswochen müssen die Geckos täglich mit 3-5 Heimchen je Tier gefüttert werden. Außerdem sollte man die Futtertiere dann bei jeder zweiten Fütterung mit einem speziellen Vitamin- und Kalziumpulver bestäuben.

Was die Temperaturen im Aufzuchtbecken anbelangt, sollten diese tagsüber an der wärmsten Stelle etwa 30 Grad betragen, nachts sollte es eher kühler sein. Nach einigen Wochen kann man die Jungtiere wie normale Geckos behandeln und später in einem größeren Terrarium unterbringen.

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