Nach aktuellem Stand gibt es bereits über 1700 Geckoarten. Auch heute noch werden allerdings regelmäßig neue Geckos entdeckt. In diesem Artikel möchten wir die verschiedenen Arten genauer vorstellen und einen Überblick über die faszinierenden Tiere geben.
Inhaltsverzeichnis
Beliebte Geckoarten
Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Gecko anzuschaffen, sollte zunächst einmal einen Überblick über die wichtigsten Arten haben, um sich entscheiden zu können. Da Geckos in vielen verschiedenen Regionen auf der Welt leben, unterscheiden sie sich sowohl in Größe, Merkmalen und Haltungsbedingungen zum Teil erheblich. Die folgenden Geckoarten zählen zu den beliebtesten.
Leopardgecko
Kurzinfos: Der Leopardgecko ist wahrscheinlich die beliebteste Geckoart im Rahmen der Haustierhaltung. Die Echsen mit dem wissenschaftlichen Namen Eublepharis macularius stammt ursprünglich aus Asien.
Klima: Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei etwa 24 bis 30 Grad Celsius liegen. Ein Wärmespot mit etwa 34 Grad Celsius sollte wird benötigt. In der Nacht kann die Temperatur im Terrarium auf 18 bis 22 Grad Celsius abgesenkt werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt in einem Bereich von 30 bis 40 Prozent.
Nahrung: Diese Geckoart ist ein reiner Insektenfresser. Auf den Speiseplan gehören Grillen, Heuschrecken, Schaben oder Mehlwürmer.
Einschätzung: Leopardgeckos sind nicht ohne Grund so beliebte Haustiere. Diese Geckoart sieht nicht nur wunderschön aus, sondern ist zudem auch recht pflegeleicht und resistent gegen Krankheiten. Der Leopardgecko ist für Einsteiger gut geeignet.
Hausgecko
Kurzinfos: Der Hausgecko ist eine der am stärksten verbreitete Geckoart. Die Tiere mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Hemidactylus frenatus stammen ursprünglich aus Südostasien, sind aber heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Erde anzutreffen.
Klima: Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei etwa 24 bis 30 Grad Celsius liegen. In der Nacht kann die Temperatur auf 18 bis 24 Grad Celsius abgesenkt werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit ist tropentypisch hoch und liegt in einem Bereich von 60 bis 80 Prozent.
Nahrung: Hausgeckos ernähren sich in freier Wildbahn überwiegend von Insekten. Futtertiere sind Grillen, Heuschrecken, Heimchen oder Schaben.
Einschätzung: Der Hausgecko gilt im Allgemeinen als eine sehr robuste und anpassungsfähige Geckoart. Durch ihre Robustheit und die geringen Ansprüche eignen sie sich auch für Einsteiger.
Kronengecko
Kurzinfos: Der Kronengecko ist eine zur Familie der Doppelfingergeckos gehörende Geckoart. Kronengeckos, die die wissenschaftlichen Bezeichnung Correlophus ciliatus erhalten haben, stammen aus Neukaledonien.
Klima: Die optimale Terrarien-Temperatur sollte tagsüber bei etwa 22 bis 26 Grad Celsius liegen. In der Nacht kann die Temperatur auf 18 bis 22 Grad Celsius abgesenkt werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollt in einem hohen Bereich von 60 bis 80 Prozent liegen.
Nahrung: Kronengeckos sind wie die meisten Geckoarten Insektenjäger. Zu einer artgerechten Ernährung gehören deshalb Grillen, Heuschrecken, Heimchen oder Schaben.
Einschätzung: Kronengeckos gelten als robuste und widerstandsfähige Geckoart. Aufgrund der recht unkomplizierten Ansprüche in Sachen artgerechte Haltung eignen sich Kronengeckos auch für Einsteiger.
Großer Taggecko
Kurzinfos: Der Hausgecko ist eine der am stärksten verbreitete Geckoart. Die Tiere mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Hemidactylus frenatus stammen ursprünglich aus Südostasien, sind aber heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Erde anzutreffen.
Klima: Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei etwa 24 bis 30 Grad Celsius liegen. In der Nacht kann die Temperatur auf 18 bis 24 Grad Celsius abgesenkt werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit ist tropentypisch hoch und liegt in einem Bereich von 60 bis 80 Prozent.
Nahrung: Hausgeckos ernähren sich in freier Wildbahn überwiegend von Insekten. Futtertiere sind Grillen, Heuschrecken, Heimchen oder Schaben.
Einschätzung: Der Hausgecko gilt im Allgemeinen als eine sehr robuste und anpassungsfähige Geckoart. Durch ihre Robustheit und die geringen Ansprüche eignen sie sich auch für Einsteiger.
Helmkopfgecko
Kurzinfos: Der Helmkopfgecko ist eine Geckoart, die zur Familie der Blattfingergeckos gehört. Die Tiere mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Tarentola chazaliae sind in den Küstengebieten Nord-West-Afrikas beheimatet.
Klima: Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei etwa 24 bis 28 Grad Celsius liegen. Ein Sonnenplatz mit etwa 34 Grad Celsius sollte nicht fehlen. In der Nacht kann die Temperatur im Terrarium auf 18 bis 22 Grad abgesenkt werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt in einem moderaten Bereich von 40 bis 60 Prozent.
Nahrung: Helmkopfgeckos ernähren sich in freier Wildbahn überwiegend von Gliederfüßern. Geeignete Futtertiere umfassen Asseln, Grillen, Heuschrecken, Heimchen oder Schaben.
Einschätzung: Der Helmkopfgecko ist eine gefährdete Geckoart. Wildfänge sind verboten. Obwohl diese Geckoart relativ unkompliziert ist, ist sie bei deutschen Haltern eher weniger verbreitet.
Tokeh
Kurzinfos: Der Tokeh ist mit einer Körperlänge von etwa 35 Zentimetern eine der größten Geckoarten. Der wissenschaftliche Name der Tiere lautet Gekko gecko. Der Tokeh stammt aus den subtropischen Gebieten Asiens. Er ist bekannt für seine markanten Rufe, die ihm auch seinen Namen einbrachte.
Klima: Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei etwa 24 bis 32 Grad Celsius liegen. In der Nacht kann die Temperatur auf 18 bis 22 Grad abgesenkt werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit ist vergleichsweise hoch und liegt bei 70 bis 80 Prozent.
Nahrung: Tokehs sind überwiegende Insektenfresser. Auf den Speiseplan gehören Grillen, Heuschrecken, Schaben oder Mehlwürmer.
Einschätzung: Tokehs sind zweifellos sehr schön anzuschauen, spielen als Haustiere allerdings eine eher untergeordnete Rolle. Das liegt nicht zuletzt an der Größe der Tiere, die eine artgerechte Unterbringung erschwert. Auch die typischen Rufe der Echsen können nachts als störend empfunden werden. Tokehs werden zudem nur selten zutraulich und sind für Anfänger eher ungeeignet.
Systematik der Geckoarten
Geckos sind Echsen, die zur Gruppe der sogenannten Geckoartigen (Latein: Gekkota) gehören. Die Wissenschaft unterteilt die Geckoartigen in sieben Familien:
- Diplodactylidae (Doppelfingergeckos): über 140 Arten
- Carphodactylidae: über 30 Arten
- Pygopodidae (Flossenfüße): über 40 Arten
- Eublepharidae (Lidgeckos): über 30 Arten
- Sphaerodactylidae: über 200 Artem
- Gekkonidae (Echte Geckos): über 1000 Arten
- Phyllodactylidae (Blattfingergeckos): über 130 Arten
Wichtige Fragen zu den Geckoarten
Im folgenden Abschnitt haben wir einige häufige Fragen zum Thema Geckoarten zusammengetragen und beantwortet.
Welche Geckoart ist die kleinste?
Die derzeit kleinste Geckoart ist der Jaragua-Zwerggecko (Latein: Sphaerodactylus ariasae). Die zur Gattung der Kugelfußgeckos (Latein: Sphaerodactylus) gehörenden Echsen erreichen eine Gesamtgröße von lediglich drei Zentimeter. Etwa die Hälfte ihrer Körpergröße macht jedoch der Schwanz aus, denn ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt gerade einmal etwa 16 Millimeter. Jaragua-Zwerggeckos, die auf der Insel Beata (Dominikanische Republik) heimisch sind, wiegen ausgewachsen lediglich etwa 0,15 Gramm.
Welche Geckoart ist die größte?
Die derzeit größte noch lebende Geckoart ist der Neukaledonische Riesengecko (Latein: Rhacodactylus leachianus). Die auch als Leachie-Gecko oder Riesentaggecko bekannten Echsen werden bis zu 40 Zentimeter groß. Die auf der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe Neukaledonien beheimateten Geckos werden bis zu 500 Gramm schwer. Als größte jemals gefundene Geckoart zählt allerdings der Delcourts Gecko (Latein: Hoplodactylus delcourti), der eine Körpergröße bis etwa 60 Zentimeter erreichen konnte. Der Delcourts Gecko ist allerdings vermutlich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestorben.
Welche Geckoarten sind für Anfänger geeignet?
Einige Geckoarten sind pflegeleichter und einfacher zu halten. Leopardgeckos, Taggeckos, Hausgeckos, Afrikanische Zwerggeckos oder Kronengeckos gelten als robust und nicht sonderlich anspruchsvoll. Sie eignen sich auf für Anfänger relativ gut. Wichtig ist allerdings, dass auch diese Geckoarten artgerecht gehalten werden sollten.
Welche Geckoarten werden zahm?
Es gibt einige Geckoarten, die durchaus sehr zahm werden können und deshalb gern als Haustiere gehalten werden. Dazu zählen zum Beispiel Leopardgeckos, Taggeckos, Hausgeckos, Afrikanische Zwerggeckos oder Knopfschwanzgeckos. Bedenken sollte man jedoch, dass es sich bei allen Geckoarten um Wildtiere handelt, die niemals echte Schmusetiere sein werden. Zudem kommt es immer auch auf das jeweilige Individuum und seine Erfahrungen an, wie handzahm es wird.
Welche Geckoarten leben in Deutschland?
In Deutschland gibt es keine einheimischen Geckoarten, denn die Umweltbedingungen sind für die Tiere, die aus Gebieten mit einem ganz anderen Klima stammen, eher ungeeignet. Geckos werden deshalb in Deutschland nur als Haustiere gehalten. Ab und an können Geckos ihrem Halter entwischen oder werden sogar absichtlich ausgesetzt. Allerdings können alle Geckoarten in Deutschland nicht langfristig in freier Wildbahn überleben.
Welche Geckoarten sind tagaktiv?
Viele Geckos sind nachtaktiv, es gibt jedoch auch einige Geckoarten, die tatsächlich tagaktiv sind. Diese werden gemeinhin als Taggeckos (Latein: Phelsuma) bezeichnet. Zu dieser Familie zählen zum Beispiel die Großen Madagascar-Taggeckos. Es gibt allerdings auch noch weitere tagaktive Gattungen wie die Afrikanischen Zwerggeckos (Latein: Lygodactylus) oder die Kugelfingergeckos (Latein: Sphaerodactylus), bei denen die zugehörigen Arten tagaktiv sind.
Welche Geckoarten sind nachtaktiv?
Die meisten Geckoarten sind dämmerungs- beziehungsweise nachtaktiv. Darunter auch viele beliebte Arten, die häufig als Haustier gehalten werden. Dazu zählen zum Beispiel Leopardgeckos, Tokehs, Hausgeckos oder Knopfschwanzgeckos. Nachtaktive Geckoarten haben meist große, runde Augen, die ihnen ermöglichen, auch bei schwachem Licht zu sehen.
Welche Geckoarten sind gefährdet?
Da es weltweit über 1700 verschiedene Geckoarten gibt, sind einige davon leider auch gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Dazu zählen zum Beispiel Henkels Plattschwanzgeckos, Mauritius-Taggeckos, Kronengeckos, Kolumbianische Zwerggeckos. Die meisten häufig als Haustiere gehaltenen Geckoarten sind allerdings nicht gefährdet oder vom Aussterben bedroht.
